Getreu dem Motto „Unter den Blinden ist der Einäugige König“ profitiert momentan die syrische Regierung von der Schwäche der dortigen Opposition und vom Siegeszug des „Islamischen Staates“ (IS). In weiten Teilen des Landes herrscht der IS, in anderen die reguläre Armee, einen kleinen Streifen im Norden kontrollieren kurdische „Volksschutzeinheiten“. Dem Hauptteil der syrischen Opposition bleiben nur noch kleinere Gebiete. Wer aber einen Sieg der Regierung al-´Asad mit Stabilität für das Land gleichsetzt, wird sich getäuscht sehen. Nicht nur, weil der gegenwärtige Aufstand ohne den ökonomischen wie ideologischen Bankrott des derzeitigen Regimes nicht denkbar gewesen wäre, sondern weil die syrische Regierung sich selbst in neue Abhängigkeiten begibt. Und dies keinesfalls nur im Ausland (Iran und/oder Russland), sondern auch im Inland.

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