Das Beispiel Libyens

Die EU hat hart wirtschaftliche Sanktionen gegen den Iran beschlossen. Künftig soll also ab dem 01. Juli 2012 einer der größten Binnenmärkte der Welt, wie zuvor schon der nordamerikanische, ohne iranisches Öl auskommen. Und auch China zeigt vorsichtige Ansätze, zumindest nicht mehr iranisches Öl zu importieren. Nun stellt sich natürlich die Frage, was diese Sanktionen wirklich bewirken können. Dass Sanktionen weh tun, das steht außer Frage. Dass sie einem Regime viel Renommee kosten können, auch. Die iranische Landeswährung Rial ist im letzten Monat zeitweise um 50% eingebrochen, die Zentralbank in Teheran hat zunehmend Mühe, internationale Devisen aufzutreiben. Allerdings zeigen Beispiele der Vergangenheit, allen voran das Libyens, wo die Grenzen internationaler Sanktionen liegen. Auch wenn v.a. in Europa die internationale Isolierung längst als Allheilmittel gegen Diktatoren gepriesen wird, sollten die Erwartungen nicht zu groß sein. Wir wollen im Folgenden am Beispiel Qaddhafis einmal die Grenzen wirtschaftlicher Sanktionen aufzeigen.

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