In der aktuellen Ausgabe der deutschsprachigen „WIRED“ kommentiert Richard Gutjahr auf interessante Weise die Entwicklung eines so genannten „Silicon Valley“ in Israel. Der Kommentar ist durchaus lesenswert, beinhaltet aber eine Einleitung, die diskutabel ist: „Nach Tunesien, Ägypten und anderen Nachbarstaaten hatte also auch Israel seine Facebook-Revolution.“

Dieser Satz klingt so einfach und er passt hervorragend in die schöne neue Welt, die sich durch Begriffe wie Web 2/3/4.0, Twitter und Social Media so simpel, wie unzureichend beschreiben lässt. Es klingt nach Revolution, nach Umsturz vorhandener Systeme der Unterdrückung. Nach demokratischem Diskurs, an dem endlich auch diejenigen Teilnehmen können, die der deliberativ-kooperative Ansatz ebenso vergessen hat, wie das bürgerlich-liberale Konzept sie nicht teilhaben lässt.

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