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Hüseyin Cicek Archives - Fokus-Nahost

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Blogs zum Nahen Osten

Kategorie: Hüseyin Cicek

Demokratie und Opfer: Weshalb die Ereignisse in der Türkei zur Sorge Anlass geben

  Das eigene Leben zu opfern, um den Erhalt der Nation zu garantieren, ist ein weitverbreitetes und positiv unterlegtes Phänomen in der Türkei. Von der Grundschule angefangen bis zu den Universitäten finden sich verpflichtende Kurse zur türkischen Revolutionsgeschichte und der Bedeutung des Selbstopfers für die eigene Gemeinschaft. Der Aufruf Recep Tayyip Erdogans am Spätabend des 15. Juli und in den Morgenstunden des 16. Juli an die türkische Bevölkerung, für die Demokratie und die Nation auf die Straße zu gehen und notfalls diese zu verteidigen, war somit die Aktivierung einer nationalstaatlichen Sozialisierung, die zum fundamentalen Staatsverständnis einiger Teile der türkischen Bevölkerung gehört. Weiterlesen

Türkei: Die Rückkehr des Militärs?

    In der Geschichte der kemalistisch-laizistischen Republik kennzeichnet das Jahr 2012 wahrscheinlich den Beginn des dunkelsten und unrühmlichsten Kapitels der türkischen Armee. Mehr als zehn Generäle und eine große Anzahl von Offizieren wurden zu mehreren Jahren Gefängnis verurteilt. Vom ehemaligen Prestige war wenig übrig geblieben. Nun scheint es aufgrund innenpolitischer Querelen und außenpolitischer Herausforderung, dass das Militär wiedererstarken könnte. Weiterlesen

„Das lange 19. Jahrhundert“ – ein Zeitalter der Extreme: Der Genozid an den Armeniern im Schatten des Berliner Abkommens 1878.

Eric Hobsbawm kennzeichnet das „lange 19. Jahrhundert“ als ein Jahrhundert der „Extreme“. Damit verweist er u.a. explizit auf die unzähligen politischen Radikalisierungsprozesse auf dem eurasischen Kontinent, ausgehend von der Französischen Revolution bis zum Ende des Ersten Weltkrieges. Ebenso ist das „lange 19. Jahrhundert“ ein Jahrhundert der Völkermorde oder Genozide. Aus diesem Grund ist es am heutigen Abend mein Ziel, innerhalb des mir gebotenen Rahmens, den armenischen Völkermord oder Genozid in einen breiten historischen Kontext einzubetten und das Geschehen nicht isoliert zu betrachten. Nicht zuletzt deswegen, weil mehr als 20 Millionen osmanische Muslime zwischen 1822-1922 durch reguläre oder irreguläre Streitkräfte der Kolonialmächte ermordet wurden. In diesem Zusammenhang wurde bisher kaum der Begriff Genozid verwendet. Ich möchte in zwei Schritten vorgehen: a) zuerst werde ich auf die Entstehung der Idee der territorialen Exklusivität und der dazugehörenden homogenen Nation eingehen. Daran anschließend b) wie die Idee der Homogenisierung die Regeln des Krieges veränderte und ethnische Säuberungen, Genozid oder Völkermord zu „natürlichen“ Kriegsinstrumentarien der Mächte des „langen 19. Jahrhunderts“ werden ließen. Es ist unverantwortbar und opportunistisch, die Gewalttaktik Genozid von 1915 ihren Ausgang nehmen zulassen. Die muslimische Bevölkerung im 19. Jahrhundert war immer wieder Ziel ethnischer Säuberungen, Genozid, Völkermord. Die Kriegsniederlagen der Hohen Pforte förderten nationalistische Entwicklungen auf ihrem Territorium und veränderten die gesellschaftspolitische Situation im Osmanischen Reich nachhaltig. Weiterlesen

Das Ende der türkischen Demokratie oder die Wiedererstarkung des Militärs in der Türkei

Vom gegenwärtigen Konflikt zwischen der türkischen Republik und den Kurden in der Türkei profitiert vor allem das türkische Militär. Die derzeit stattfindenden bewaffneten Auseinandersetzungen nur auf die Politik der AKP zurückzuführen, wäre jedoch eine Simplifizierung der politischen Realität. Vielmehr führen uns die kriegerischen Handlungen vor Augen, dass Erdogan seine Macht an die türkische Armee abgetreten hat. Weiterlesen

Türkisch-ägyptische Machtkämpfe im Schatten nahöstlicher Transformations- und Radikalisierungsprozesse

Der Arabische Frühling führte nicht nur zum Sturz von Diktatoren im Nahen Osten, sondern auch zu politischen Spannungen zwischen den Staaten in der Region. Beispielsweise tobt zwischen der Türkei und Ägypten derzeit ein unerbittlicher Kampf auf diplomatischer, politischer, wirtschaftlicher und ideologischer Ebene. Von Beginn des Arabischen Frühlings an unterstützte die türkische Regierungspartei AKP unter der Leitung des damaligen Premierministers und heutigem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan den politischen Wandel in Ägypten. Mohammad Morsi wurde als neue politische Lichtgestalt in der Türkei in Szene gesetzt. Die Haltung der türkischen Regierung gegenüber Abdel Fattah el-Sisi ist dem Gegenüber gekennzeichnet durch Ressentiments und Ablehnung. Erdoğan lässt keine Gelegenheit aus, die gegenwärtige ägyptische Führung als illegitim und el-Sisi als einen Tyrannen zu bezeichnen. 2013 forderten die Türken den UN-Sicherheitsrat sogar auf, Ägypten mit Sanktionen zu belegen. El-Sisis revanchierte sich, indem er alles tat, um die Türkei daran zu hindern, einen Sitz im UN Sicherheitsrat einzunehmen. Weiterlesen

AKPs Geo- und Gesellschaftspolitik

Recep Tayip Erdoğan versteht es, sich national und international medienwirksam zu präsentieren. Immer wieder lassen seine überspitzten, vereinfachenden und unhaltbaren Aussagen Politiker in der Türkei und auch außerhalb verzweifeln. So z.B. seine Behauptung, dass es Muslime gewesen seien, die Amerika entdeckt hätten. Auch Erdoğans erst kürzlich getroffenen Aussagen über die Rolle der türkischen bzw. muslimisch-türkischen Frau innerhalb der Gesellschaft haben die Wogen in der Türkei hochgehen lassen. Der türkische Präsident betonte explizit, dass „seine“ Religion die gesellschaftliche Position der Frau eindeutig definiert hätte: die Mutterschaft.Nicht nur auf gesellschaftspolitischer Ebene, sondern auch im geopolitischen Bereich sorgen Präsident Erdoğans Entscheidungen für Unbehagen unter westlichen Politikern. Die Verstärkung politischer und wirtschaftlicher Beziehungen zu Putins Russland, dieInhaftierungen von Journalisten und politischen Gegnern, Duldung sowie teilweise aktive Unterstützung jihadistischer Gruppen in der Türkei und die passive Haltung gegenüber der IS sind nur einige Beispiele dafür. Dabei stellt sich die Frage: Gibt es einen Zusammenhang zwischen Erdoğans gesellschaftspolitischen Aussagen und geopolitischen Entscheidungen? Weiterlesen

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