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Autor: Johannes Hirth

Istanbul, Paris, Brüssel – Strategiewechsel im „Islamischen Staat“

Am 22.03.2016 sind in Brüssel mehrere Sprengsätze gezündet worden. Die Anschläge, denen in der Metro und am Brüsseler Flughafen Zaventem mehr als 30 Menschen zum Opfer fielen, sind der traurige Höhepunkt einer Entwicklung, die ihren Anfang 2014 nahm, als Kämpfer des „Islamischen Staates“ erstmals systematisch in die ganze Welt geschickt wurden. Sie sollen den Krieg, der schon seit Jahren in Syrien und dem Irak tobt, zu den externen Konfliktparteien nach Hause tragen.

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Die Kurden im Konflikt mit dem „Islamischen Staat“ – Chance auf eine kurdische Emanzipation?

Der Nahe Osten ist in Aufruhr. Die Arabellion, die mit den Protesten in Tunesien im Dezember 2010 ihren Anfang nahm, führte zu weitreichenden strukturellen Entwicklungen von Marokko bis Irak; ein Prozess, der bis heute nichts von seiner Dynamik verloren hat.

Der Aufstieg des „Islamischen Staats“, das momentan wohl dominanteste Thema in der Diskussion über den Nahen Osten, wurde erst durch den syrischen Bürgerkrieg und die ausufernde Klientelpolitik der irakischen Regierung unter Nouri Al-Maliki möglich.

Inmitten dieses Kriegsgebietes finden sich die verschiedenen kurdischen Gruppierungen von der PKK über die YPG zur Peschmerga, von der Türkei über Syrien zum Irak. Für Außenstehende ist das Bild, das diese Gruppierungen abgeben, oft verwirrend: Die Peschmerga erhalten Waffenlieferungen vom Westen, aber die PKK ist eine Terrororganisation? Alle kämpfen gegen den IS, aber nur bedingt gemeinsam? Eint sie trotzdem das Ziel eines kurdischen Staates? Der Artikel will etwas Licht ins Dunkel bringen: Wir stellen die einzelnen kurdischen Bewegungen vor, erläutern ihre Verwicklungen in die Kampfhandlungen und zeigen das gespannte Verhältnis zueinander auf. Weiterlesen

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