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admin - Fokus-Nahost

Fokus-Nahost

Blogs zum Nahen Osten

Autor: admin (Seite 1 von 2)

Demokratie und Opfer: Weshalb die Ereignisse in der Türkei zur Sorge Anlass geben

  Das eigene Leben zu opfern, um den Erhalt der Nation zu garantieren, ist ein weitverbreitetes und positiv unterlegtes Phänomen in der Türkei. Von der Grundschule angefangen bis zu den Universitäten finden sich verpflichtende Kurse zur türkischen Revolutionsgeschichte und der Bedeutung des Selbstopfers für die eigene Gemeinschaft. Der Aufruf Recep Tayyip Erdogans am Spätabend des 15. Juli und in den Morgenstunden des 16. Juli an die türkische Bevölkerung, für die Demokratie und die Nation auf die Straße zu gehen und notfalls diese zu verteidigen, war somit die Aktivierung einer nationalstaatlichen Sozialisierung, die zum fundamentalen Staatsverständnis einiger Teile der türkischen Bevölkerung gehört. Weiterlesen

Syrien – Genese und Zerfall eines Staates

asad (2)Seit seinem Ausbruch vor genau fünf Jahren dominiert der syrische Bürgerkrieg die Schlagzeilen der Tageszeitungen und der abendlichen Nachrichten. Die Grundlagen dieses Konflikts werden dabei nicht immer ausreichend beleuchtet. Ben Baweys Buch Assads Kampf um die Macht, das in zweiter, überarbeiteter Auflage bei Springer VS erschienen ist, setzt genau hier an und erläutert in kompakter Weise die grundlegenden Zusammenhänge und aktuellen Entwicklungen des Kriegs in Syrien – einer Weltregion, die so instabil scheint wie nie zuvor. Für Fokus-Nahost hat Bawey in drei Etappen Staatswerdung und Zerfall Syriens, wie er sie in seinem Buch analysiert, zusammengefasst. Weiterlesen

Wie eine Facebook-Seite den arabischen Frühling auslöste

2011_Egyptian_protests_Facebook_&_jan25_card_Essam Sharaf_WikipediaIm Januar 2011 löste die Ermordung des 28 jährigen Bloggers Khaled Said einen Sturm von Protesten in Ägypten aus, die im Sturz des Präsidenten Hosni Mubarak gipfelten. Ihren Ausdruck fanden die Demonstrationen vor allem auf der Facebook-Seite „We are Khaled Said“. Einer der beiden Administratoren der Seite - Abdelrahman Mansour - hat exklusiv für uns über die Rolle von Social Media im arabischen Frühling in Ägypten geschrieben. Seit dem Start der Seite am 10. Juni 2010 wuchs die Fanzahl von 4.000 nach einer Stunde hin zu 184.000 in zehn Tagen.
Gastbeitrag: Abdelrahman Mansour Weiterlesen

„Das lange 19. Jahrhundert“ – ein Zeitalter der Extreme: Der Genozid an den Armeniern im Schatten des Berliner Abkommens 1878.

Eric Hobsbawm kennzeichnet das „lange 19. Jahrhundert“ als ein Jahrhundert der „Extreme“. Damit verweist er u.a. explizit auf die unzähligen politischen Radikalisierungsprozesse auf dem eurasischen Kontinent, ausgehend von der Französischen Revolution bis zum Ende des Ersten Weltkrieges. Ebenso ist das „lange 19. Jahrhundert“ ein Jahrhundert der Völkermorde oder Genozide. Aus diesem Grund ist es am heutigen Abend mein Ziel, innerhalb des mir gebotenen Rahmens, den armenischen Völkermord oder Genozid in einen breiten historischen Kontext einzubetten und das Geschehen nicht isoliert zu betrachten. Nicht zuletzt deswegen, weil mehr als 20 Millionen osmanische Muslime zwischen 1822-1922 durch reguläre oder irreguläre Streitkräfte der Kolonialmächte ermordet wurden. In diesem Zusammenhang wurde bisher kaum der Begriff Genozid verwendet. Ich möchte in zwei Schritten vorgehen: a) zuerst werde ich auf die Entstehung der Idee der territorialen Exklusivität und der dazugehörenden homogenen Nation eingehen. Daran anschließend b) wie die Idee der Homogenisierung die Regeln des Krieges veränderte und ethnische Säuberungen, Genozid oder Völkermord zu „natürlichen“ Kriegsinstrumentarien der Mächte des „langen 19. Jahrhunderts“ werden ließen. Es ist unverantwortbar und opportunistisch, die Gewalttaktik Genozid von 1915 ihren Ausgang nehmen zulassen. Die muslimische Bevölkerung im 19. Jahrhundert war immer wieder Ziel ethnischer Säuberungen, Genozid, Völkermord. Die Kriegsniederlagen der Hohen Pforte förderten nationalistische Entwicklungen auf ihrem Territorium und veränderten die gesellschaftspolitische Situation im Osmanischen Reich nachhaltig. Weiterlesen

Poker um die Bombe: Warum der Iran Atommacht werden sollte

  Bei den jüngsten Verhandlungen mit dem Iran im schweizerischen Lausanne stellt das umstrittene Atomprogramm nur eine Dimension der Verhandlungen dar. Ein weiterer Aspekt der Gespräche ist das Machtpoker um die Vormachtstellung im gesamten Mittleren Osten und die Frage, wer die Region dominieren soll. Das Subsystem des Mittleren Ostens ist anarchisch und die Akteure in der Region versuchen vor allem, ihre eigene Sicherheit auszubauen. Gestört werden diese Handlungen durch eine ständige Unsicherheit, was vor allem am Fehlen einer übergeordneten Sanktions­macht liegt, die Re­geln durchsetzen und das außenpolitische Fehlverhalten eines Staates sanktionie­ren könnte. Die hilflose US-Außenpolitik gegenüber Israels illegalen Siedlungsbau in der Westbank oder das seit 2011 andauernde Massensterben in Syrien, dem die Weltgemeinschaft nichts entgegenzusetzen hat, sind dabei nur zwei Beispiele. Weiterlesen

Türkisch-ägyptische Machtkämpfe im Schatten nahöstlicher Transformations- und Radikalisierungsprozesse

Der Arabische Frühling führte nicht nur zum Sturz von Diktatoren im Nahen Osten, sondern auch zu politischen Spannungen zwischen den Staaten in der Region. Beispielsweise tobt zwischen der Türkei und Ägypten derzeit ein unerbittlicher Kampf auf diplomatischer, politischer, wirtschaftlicher und ideologischer Ebene. Von Beginn des Arabischen Frühlings an unterstützte die türkische Regierungspartei AKP unter der Leitung des damaligen Premierministers und heutigem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan den politischen Wandel in Ägypten. Mohammad Morsi wurde als neue politische Lichtgestalt in der Türkei in Szene gesetzt. Die Haltung der türkischen Regierung gegenüber Abdel Fattah el-Sisi ist dem Gegenüber gekennzeichnet durch Ressentiments und Ablehnung. Erdoğan lässt keine Gelegenheit aus, die gegenwärtige ägyptische Führung als illegitim und el-Sisi als einen Tyrannen zu bezeichnen. 2013 forderten die Türken den UN-Sicherheitsrat sogar auf, Ägypten mit Sanktionen zu belegen. El-Sisis revanchierte sich, indem er alles tat, um die Türkei daran zu hindern, einen Sitz im UN Sicherheitsrat einzunehmen. Weiterlesen

„Du gehörst mir oder der Erde“ – Ein Widerspruch

  Seit dem Mord an der Studentin Özgecan Aslan wird die Öffentlichkeit in der Türkei von Berichten und Diskussionen über Gewalt an Frauen und Mädchen beherrscht. Kritisiert werden einerseits die Gewaltkultur gegen Frauen und andererseits die strukturellen Bedingungen, die dazu führen. In ihrem Kommentar zeigt Meltem Kulaçatan auf, dass die Gewalt nicht isoliert zu betrachten ist, sondern sämtliche Teile der Gesellschaft und Politik durchdringt. Weiterlesen

Zur Wahl in Israel: mehr vom Gleichen?

Nach nicht einmal zwei Jahren wird wieder einmal neu gewählt: Am 17. März entscheiden die Staatsbürger Israels über ihre zukünftige Regierung. Dabei deutet sich ein Kopf an Kopf rennen zwischen der Regierungspartei Benjamin Netanyahus, dem Likud, und der Partei seines Herausforderer Jitchak Herzog, der Zionistischen Union, an. Was sind die Themen der Wahl, was ihre Hintergründe und welche möglichen Auswirkungen wird diese Wahl haben? Schafft Herzog den Regierungswechsel oder tritt Bibi Netanyahu zur vierten Legislaturperiode als Ministerpräsident in Folge an? Weiterlesen

Alles zerfällt

Soldat G3

von Ben Bawey.

Deutschland liefert jede Menge Waffen in die gefährlichste Region der Welt – und wird damit den verhängnisvollen Zerfall der Region noch beschleunigen. Mit dem Verweis auf die „immerwährende Verantwortung Deutschlands“ legte Bundeskanzlerin Angela Merkel am Montag dar, warum deutsche Waffenlieferungen an die Kurden des Iraks sinnvoll und richtig seien. Insgesamt gehe es darum, eine weitere Destabilisierung des von Leid und Terror geplagten Nahen Ostens und seiner Bevölkerung zu verhindern. Die Entscheidung der Bundesregierung fiel mit dem 01. September zusammen, was – wie zu erwarten – nicht unkommentiert blieb.

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Spannungen einer Einheitsregierung

Die neue palästinensische Einheitsregierung wurde am 02.06.2014 vereidigt und versprach den siebenjährigen gewalttätigen Konfliktes zwischen Fatah und Hamas, der Westbank und dem Gazastreifen zu beenden. Der vorsichtige Optimismus den das Abkommen über die Einheitsregierung schuf, war jedoch nur kurzlebig. Die Herausforderungen für Sicherheit, institutionelle wie ökonomische Integration bleiben ebenso strittig wie sie während der vorangegangenen Aussöhnungsversuche waren (siehe der vorangegangene Artikel von Mahmoud Jaraba auf www.fokus-nahost.de: http://www.fokus-nahost.de/?p=1156 ). Insbesondere Übereinkünfte über eine Sicherheitszusammenarbeit mit Israel haben Uneinigkeit zwischen Hamas und Fatah klar zu Tage treten lassen. Weiterlesen
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